EIZO ColorEdge CS240

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Hi Leute,
Ich hoffe Euch geht’s gut?
In diesem Blogeintrag geht es um einen Hardwaretest zum Monitor EIZO ColorEdge CS240.

Viel Spaß beim lesen 🙂

Allgemeines

Ich werde hier keinen Test durchführen, wie er z.B. in Laboren durchgeführt wird, dazu hätte ich erstens nicht das Know-How bzw. die passende Ausrüstung. Es geht hier rein um meine objektive Meinung, wie für mich der Umgang mit dem Monitor war und welchen Vor- und Nachteil dieser Monitor für mich und meinem Workflow evtl. hat.

Wie kam ich dazu, einen Test von einem Monitor von EIZO zu machen?

EIZO Germany kontaktierte mich Anfang November, ob ich nicht mal einen Monitor für Testzwecke nutzen möchte, da sie bereits in meinem Blog gelesen haben, dass ich einen EIZO FS2333 besitze.

Sie haben mir vorgeschlagen, den neuen EIZO ColorEdge CS240 zu testen, denn sie würden gerne meine Erfahrungen und evtl. Verbesserungsvorschläge zu diesem Monitor wissen.

Ich hab natürlich gleich zugesagt und so bekam ich nach wenigen Tagen den Monitor zugeschickt. Diesen kann ich nun 30 Tage testen und wer weiß, vielleicht bleibt er ja auch in meinem Büro, je nachdem wie er sich hier wohl fühlt 😉

Der ColorEdge CS240

Ich möchte jetzt nicht alle technischen Daten von diesem Monitor von der Herstellerseite raus kopieren, aber die wichtigsten Fakten möchte ich dennoch niederschrieben:

  • Auflösung: 1920×1200
  • Bildschirmgröße: 24″
  • Farbsteuerung: 16-Bit-Look-Up-Table
  • LCD-Technologie: IPS Panel
  • Signaleingänge: Display Port, DVI-D, HDMI

Aufbau und Installation

Der Aufbau des Monitors war sehr einfach, sodass man auch keine Bedienungsanleitung benötigt.

Um den Monitor auch mit meinen anderen Monitoren zu vergleichen, hab ich an meinem MacBook Pro Retina noch zusätzlich den EIZO FS2333 und eben den ColorEdge CS240 angeschlossen.

TAF Studio - EIZO

Der rechte Monitor ist der ColorEdge CS240.

Kalibrierung

Um den Monitor passend zu kalibrieren, erhielt ich eine PDF, in der alle Schritt genau beschrieben sind. Mit so einem Monitor macht es definitiv sind, diesen zu Kalibrieren, denn man will ja farbecht arbeiten und das geht nur mit einer Kalibrierung sinn.

Mein Tipp ist, wer Bilder für andere bearbeitet, sollte seine Monitore immer Kalibrieren!

Der Vorteil beim Color Edge CS240 ist, dass das Farbprofil nicht softwarebasierend abgelegt wird, sondern direkt in die 16bit-LUT (Look Up Table) des Monitors geschrieben wird, was eine sehr genaue Darstellung der Farben garantiert.

Mit im Lieferumfang ist die Software Color Navigator 6, welche man für die Erstellung der Profile benötigt.

Man hat die Möglichkeit bei der Kalibrierung zwischen drei Profilen auszuwählen: Photography, Printer, Web. Diese Profile unterscheiden sich hauptsächlich Aufgrund der Helligkeit und der Farbtemperatur. Es können aber noch eigene Profile angelegt und gespeichert werden, falls man mehr Monitore etc. hat.

Da ich Fotograf bin, erstelle ich natürlich als erstes ein Profil für Photography. Zur Kalibrierung ist es zwingend erforderlich ein Tool wie z.B. den EX2 von EIZO oder Spyder 4 von datacolor zu verwenden. Es gibt natürlich zahlreiche Tools mehr. Ich selbst besitze den Spyder 4 Express und deshalb hab ich den benutzt.

 

Spyder 4Um die Kalibrierung durchführen zu können und damit das Profil auf den Monitor geschrieben werden kann, muss der Monitor mit dem Rechner per USB verbunden werden. Dieses Kabel ist bereits im Lieferumfang dabei.

Nachdem der Monitor kalibriert war, war ich das erste mal voll begeistert, wie viele  Details plötzlich in den Bildern zu sehen ist. Wie auf dem oberen Bild zu sehen ist, hat man z.B. in den Wolken viel mehr Zeichnung.

Nachdem die Erstellung des Photography Profils so einfach funktionierte, wollte ich auch das Profil für Printer erstellen. Da ich viele Bilder selbst ausdrucke, ist es für mich wichtig, auch hier das exakte Ergebnis aufs Papier zu bringen, wie ich es auch auf dem Monitor sehe.

Selbst das Erstellen des Profils und der nachträglichen manuellen Feinjustierung war sehr sehr einfach, genau so wie ich es mag 🙂 Nun hab ich die selben Ergebnisse auf dem Papier wie ich sie auf dem Monitor sehe.

Mein weiterer Workflow

Mein „alter EIZO Monitor“ FS2333 unterstützt nur 99% sRGB und deshalb war mein bisheriger Workflow, dass ich in sRGB fotografiere und auch von Lightroom oder Camera RAW in sRGB nach Photoshop gehe.

Da der ColorEdge CS240 aber nun Adobe RGB zu 99% unterstützt, habe ich jetzt meinen Workflow so umgestellt, dass ich in Adobe RGB fotografiere und auch von Lr und CR in Ps gehe.

Ich finde es erstaunlich, wie groß der Unterschied zwischen den beiden Farbräumen ist. Klar für den Export später fürs Web hat man keinen Vorteil, weil man die Bilder sowieso in sRGB speichern muss, aber allein für den Print macht es einen großen Unterschied.

Mein Fazit

Nach nun 30 Tagen intensiven Tests, gebe ich nun mein Fazit ab.

Für viele eines der wichtigsten Kaufentscheidungen ist der Preis und mit 699,- € ist das im Vergleich zu anderen Monitorherstellen schon eine Hausnummer, aber wenn man vergleicht, welche Leistung man dafür erhält, ist für mich das definitiv ein vertretbarer Preis. Der ColorEdge CS240 ist das Einstiegsgerät für professionelle Bildbearbeitung, wenn es um Farbechtheit geht.

Aber für mich ist das Hammerfeature bei diesem Monitor der große Farbraum und die Farbechtheit, was gerade bei mir sehr sehr wichtig ist, da ich oft Produkte (Kleidung etc.) fotografiere und da kommt es nunmal auf die Echtheit der Farben an.

Die Erstellung der Profile sowie die generelle Handhabung / Einstellung ist sehr einfach gehalten, was mir perfekt zusagt. Es gibt in der Sofware Color Navigator zwar zahlreiche mehr Funktionen, welche ich aber für meinen Arbeitsalltag nicht benötige, aber die Software ist sehr sehr mächtig.

Der generelle Umgang mit Adobe RGB hat mir aber auch gezeigt, dass es für die Publikation von Bildern fürs Web manche Hürden gibt, denn die Webbrowser unterstützen zuverlässig nur sRGB, d.h. man muss die Fotos in sRGB speichern, was natürlich die Qualität der Bilder bzw. der Farben deutlich einschränkt. Aber das ist für mich persönlich kein Nachteil, denn ich Fotografiere ja nicht nur fürs Web, sondern werden die Bilder digital weitergeben bzw. ausgedruckt.

Einen Pluspunkt möchte ich auch an den Support von EIZO richten. Egal welche Frage ich hatte, diese wurde sehr sehr schnell beantwortet, was in anderen Firmen oft nicht die Regel ist. Daumen hoch hierfür!

Für wen ist also dieser Monitor:

Für jeden, der Wert auf Farbechtheit legt, egal in welchem Bereich man tätig ist. Egal ob Fotografie, Druck oder Web, der Monitor ist eine sehr gute Entscheidung! Wer Bilder nur fürs Web erstellt, bzw. nicht auf die Farbechtheit angewiesen ist, für den gibt es zahlreiche Alternativen wie z.B. den FS2434.

 

Von mir gibt es für diesen Monitor eine definitive Kaufempfehlung!!!

 

Hier ein Link zu Amazon, um mehr für den Monitor zu erfahren und andere Kundenmeinungen zu lesen: http://amzn.to/1RXQrhb

Wenn Ihr noch was wissen wollt, bzw. falls ich was wichtiges vergessen habt, könnt Ihr gern einen Kommentar hinterlassen!

 

Danke und bis bald.

Euer Thomas

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